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Leonies Bachelorarbeit über globale Nachhaltigkeitskommunikation – wie eine Studentin bei ORAFOL Impulse für die Unternehmenskommunikation setzt.

ORAFOL ist ein globales Unternehmen. Wenn wir über Nachhaltigkeit sprechen wollen, versteht man darunter in unterschiedlichen Ländern nicht dasselbe. Werkstudentin Leonie Sonnenberg hat in ihrer Bachelorarbeit eine Lösung erarbeitet. Und die kommt genau zur richtigen Zeit!

BLICK ÜBER EINE BLÜHENDE WILDWIESE VOR DER HAUPTVERWALTUNG: BEI ORAFOL STEHEN DIE TÜREN OFFEN FÜR AUSZUBILDENDE, PRAKTIKANTEN UND STUDENTEN.

Leonie Sonnenberg befindet sich 2023 mitten in ihrem Bachelorstudium Nachhaltige Ökonomie und Management an der Hochschule in Eberswalde. Besonders beschäftigt sie dabei die Frage nach bestehenden wirtschaftlichen Strukturen: Wie sind ihre Abläufe entstanden, und warum sind sie so? Und: Muss das so bleiben? Sonnenberg erklärt: „In klassischen BWL-Studiengängen fehlte mir oft die kritische Perspektive. Mich interessiert, ob wir mit den bisherigen Erkenntnissen und Lösungen rund um Wirtschaft und Nachhaltigkeit wirklich schon am Ende sind — oder ob sich bestehende Modelle und Annahmen weiter hinterfragen lassen.“ In ihrem Studium findet sie erste Antworten. Doch Leonie Sonnenberg will selbst gestalten und beginnt daher im vierten Semester ein mehrmonatiges Praktikum in der Unternehmenskommunikation von ORAFOL. Aus dem Praktikum wird eine Werkstudentenstelle und danach eine Studienabschlussarbeit, die sich einem für ORAFOL zentralen Thema widmet: Wie kann die Unternehmensgruppe einheitlich über alle Länder hinweg über Nachhaltigkeit sprechen?

BEIM FAMILY AND FRIENDS DAY ÖFFNET ORAFOL DIE TÜREN FÜR ANGEHÖRIGE UND FREUNDE ZU EXKLUSIVEN FÜHRUNGEN ÜBER DAS WERKSGELÄNDE UND DURCH DIE PRODUKTIONSHALLEN.

Eine Marke, überall auf der Welt

Im Studium an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde lernt Leonie Sonnenberg, wie Unternehmen wirtschaftlich erfolgreich und nachhaltig handeln. Als Werkstudentin in Oranienburg lernt sie, wie Unternehmen über sich selbst erzählen: Sie schreibt Texte für den Newsletter, der regelmäßig Neuigkeiten und Infos aus dem ORAFOL-Leben erzählt, und organisiert den Family & Friends Day mit – ein Tag, an dem ORAFOL die Türen für Angehörige und Freunde zu exklusiven Führungen über das Werksgelände und durch die Produktionshallen öffnet. Dann wird Leonie Sonnenberg stärker in die Kommunikation nach außen, an die Kunden und beispielsweise über die Website, eingebunden: „Da habe ich zum ersten Mal erlebt, wie herausfordernd es ist, als großes, internationales Unternehmen nach außen ein einheitliches Bild zu erzeugen.“

ELKE BEUNE, DIRECTOR GLOBAL CORPORATE COMMUNICATIONS, BRAND AND PUBLIC AFFAIRS

Zur selben Zeit stellt sich die Unternehmenskommunikation am Stammsitz neu auf. Kommunikationschefin Elke Beune übernimmt 2025 zusätzlich Verantwortung als Director Global Corporate Communications, Brand & Public Affairs und erklärt: „ORAFOL hat sich allein in den vergangenen fünf Jahren international deutlich entwickelt. Das betrifft besonders die Ausrichtung von ORAFOL in den einzelnen Verkaufsregionen der Welt. Ein starkes Außenbild über Ländergrenzen hinweg erreichen wir auch mit einer strategischen Steuerung unserer Kommunikation vom Stammsitz aus.“ Dafür setzt die Unternehmenskommunikation auf die Digitalisierung der Kommunikationsabteilung mit Werkzeugen, die in Zukunft eine große Barrierefreiheit garantieren. „Globale Märkte erfordern eine global klare Linie in der Kommunikation und Markensteuerung. Wo ORAFOL drauf steht, muss auch verlässlich ORAFOL drin sein,“ fasst Elke Beune den Anspruch zusammen.

WERKSTUDENTIN LEONIE SONNENBERG UND IDA MARIA TELSCHER, SENIOR COMMUNICATIONS MANAGER BEI ORAFOL UND ZWEITPRÜFERIN DER BACHELORTHESIS.

Und wie ist das mit der Nachhaltigkeit?

Während dieser strukturellen Entwicklungen rückt Leonie Sonnenberg ein Thema in den Fokus, dass sie schon seit dem ersten Studiensemester beschäftigt – und das im Unternehmenskontext besonders herausfordernd ist: Nachhaltigkeit. Denn weltweit unterscheiden sich die Definitionen, Gesetze, aber auch der gesellschaftliche Blick darauf stark. Wie kann man gut darüber erzählen? Mit dieser Frage trifft Leonie Sonnenberg sowohl bei ihrem betreuenden Professor als auch bei Elke Beune auf offene Ohren. Gemeinsam entwickeln sie das Thema der Bachelorarbeit: „Implementierung einer internationalen interkulturellen Nachhaltigkeitskommunikation innerhalb der Unternehmenskommunikation am Beispiel der ORAFOL Europe GmbH“. „Ich erarbeite so eine Handlungsempfehlung, die ORAFOL in den täglichen Kommunikationsaufgaben unterstützt“, sagt Leonie Sonnenberg. Damit leistet sie als Bachelorandin einen konkreten Beitrag zur strategischen Weiterentwicklung der Kommunikation.

ORAFOL ZÄHLT 18 TOCHTERGESELLSCHAFTEN, 31 STANDORTE UND 3000 MITARBEITER WELTWEIT.
Globales Spannungsfeld

Leonie Sonnenberg führt im ersten Schritt der Bachelorarbeit leitfadengestützte Interviews mit den vier Geschäftsführern der ORAFOL Tochtergesellschaften in Irland, Indien, Südafrika und der Türkei. Die Auswertung und das Vergleichen der Gespräche zeigen: Nachhaltigkeit ist überall relevant, aber unterschiedlich stark. In Indien etwa trifft eine hohe Motivation des Standorts mit neuen staatlichen Regeln zusammen – in der Türkei spielt das reine Schlagwort gesellschaftlich und auf dem Markt kaum eine Rolle. „Umso wichtiger ist es für uns in Oranienburg, die notwendige Balance zu halten. Wir wollen, nicht nur bei diesem Thema, Standpunkte finden, die weder über das Ziel hinausschießen noch unter den Erwartungen bleiben – wenn man als Maßstab den internationalen Markt nimmt,“ ordnet Elke Beune das Spannungsfeld für die Unternehmenskommunikation ein.

Soziales Engagement und Wertschätzung: Die petrolfarbene Grafik zeigt einen kreisrunden Rahmen, im Zentrum sind zwei einander schüttelnde Hände zu sehen.
ORAFOL SETZT NICHT AUF KURZFRISTIGE ERFOLGE. WIR HABEN DEN ASPEKT DER NACHHALTIGKEIT IN ALLEN BEREICHEN IM BLICK.

Glaubwürdig, kultursensibel und konsistent

Leonie Sonnenberg erarbeitet drei Schlagworte, die für die Kommunikation von ORAFOL über Nachhaltigkeit zentral sind: glaubwürdig, kultursensibel und konsistent. „Glaubwürdig ist, was mit den Werten und dem tatsächlichen Handeln eines Unternehmens übereinstimmt. Nachhaltigkeitskommunikation darf also nicht losgelöst von der Realität erfolgen“, erklärt sie. „Eine kultursensible Kommunikation berücksichtigt, dass Nachhaltigkeit je nach Markt oder Region unterschiedlich verstanden und bewertet wird. Unternehmen müssen das berücksichtigen. Gleichzeitig braucht eine internationale Gruppe dennoch eine im Grundsatz einheitliche Linie, der alle Standorte folgen – das ist dann die Konsistenz.“ An diesen drei Punkten setzt Elke Beune an: „Wir betrachten gesellschaftliche Themen und regulatorische Anforderungen nicht fragmentiert. Grundlage, selbstverständlich auch international, sind unsere bindenden Rahmenbedingungen: Leitbild, Vision Mission.“

DIE ORAFOL MARKENWERTE

Verpflichtung zur technologischen Höchstleistung

Wir bieten führende Produktlösungen aus dem Hochtechnologiebereich.

Premium-Qualität

Wir bieten beste Produkte und exzellenten Service im Bereich Kunststoffherstellung und -veredelung.

Persönlich

Wir bieten Persönlichkeit. Sie ist der Motor für Höchstleistung und die Basis unserer Verlässlichkeit.

„Wir machen es lieber gründlich“

Als Teil ihrer Bachelorarbeit erfragte Leonie Sonnenberg auch, wo und wie Nachhaltigkeit als Wert bei ORAFOL vertreten ist. „Aus den Gesprächen ergab sich eine zentrale und schöne Erkenntnis“, erklärt sie. „Nachhaltigkeit muss nicht als eigener Wert etabliert werden, weil er längst Teil der drei Kernwerte Hochtechnologie, Premiumqualität und Persönlichkeit ist.“ Elke Beune ergänzt: „ORAFOL springt nicht immer sofort auf neue Themen auf. Für uns ist es wichtiger, die Dinge gründlich zu machen – auch wenn es dann länger dauert, bis wir darüber sprechen können. So ist es auch bei der Nachhaltigkeit. Die ist kein Trendthema, sondern Teil unserer DNA.“

Für Leonie Sonnenberg endet mit dem Abschluss ihres Bachelors ein großes Projekt – aber nicht ihre Zeit bei ORAFOL. Während sie ihren Master in nachhaltiger Unternehmensführung macht, bleibt sie als Werkstudentin: „Die Entwicklungsmöglichkeiten sind super. Ich wurde von Beginn an wie ein gleichwertiges Teammitglied behandelt, mit eigenen Verantwortlichkeiten und viel Wertschätzung. Deswegen ist klar: Ich möchte bei ORAFOL bleiben und mich hier weiterentwickeln!“

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