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Junge IT baut starke KI

Bei ORAFOL gestalten junge Talente innovative Lösungen, übernehmen Verantwortung und treiben die digitale Zukunft des Unternehmens voran. Ein Beispiel.

DIE BASIS DES SYSTEMS: EIN LOKAL BETRIEBENER KI-SERVER, DER SICHERHEIT UND UNABHÄNGIGKEIT GEWÄHRLEISTET.

Ein plötzlicher Ruck, ein schriller Alarmton – und dann geht nichts mehr: Der Fahrstuhl steckt fest. Früher hätten sich Mitarbeitende aus der Instandhaltung durch dicke Handbücher gewühlt, um das Problem zu lösen. Heute reicht eine kurze Eingabe in das neue KI-System – und Sekunden später liefert es die passende Anleitung zur Reparatur. Für die Instandhaltung ist das ein echter Gewinn, weil es viel Zeit und Nerven spart. Und das Besondere: Das KI-System kommt nicht von einem großen US-Konzern, sondern wurde direkt bei ORAFOL entwickelt – von Eric, 28 Jahre alt – im Rahmen einer Werkstudententätigkeit in der IT.

Offline first, online second

Eric studierte Wirtschaftsinformatik an der Berliner Hochschule für Technik und beschäftigte sich in seiner Bachelorarbeit mit dem Einsatz von KI im Wissensmanagement. Zuvor war er als Mediengestalter tätig, wo er früh mit KI-generierten Inhalten experimentierte. Als er nach einer Werkstudentenstelle in der Region suchte, war für ihn klar: Er will seine Begeisterung für KI praktisch einsetzen. ORAFOL gab ihm genau diese Möglichkeit und die Freiheit, ein KI-System aufzubauen, das den Arbeitsalltag der Mitarbeitenden leichter macht.

„Als ich mit dem Projekt angefangen habe, ging es nicht darum, sofort eine perfekte Lösung zu entwickeln“, erklärt Eric. „Es war erstmal wichtig, zu schauen, welche Anwendungsfälle und Anforderungen es für KI bei ORAFOL gibt – und wie man darauf sinnvoll aufbauen kann.“ Dazu brauchte es zunächst die passende Hardware. Gemeinsam mit seinen IT-Kolleginnen und Kollegen richtete Eric einen KI-Server ein – mit moderner Grafikkarte und schnellem Speicher. „Auf dem Server habe ich dann verschiedene KI-Modelle zum Laufen gebracht und eine Weboberfläche eingerichtet. Darüber können die Mitarbeitenden dann auf die Modelle zugreifen.“

HEAD OF GLOBAL IT OPERATIONS HENDRIK HENSGEN.

Aber warum der Aufwand mit einem eigenen Server, wenn es doch ChatGPT gibt?

Hendrik Hensgen, Head of Global IT Operations, erklärt: „Unsere Philosophie lautet: Offline first, online second. Wir haben uns bewusst für ein lokales KI-System entschieden und nutzen ausschließlich Modelle, die quelloffen und frei zugänglich sind. Damit bleiben wir unabhängig von den großen US-Anbietern und schützen sensible Daten im Unternehmen.“ Datenschutz, DSGVO und der EU AI Act sind bei ORAFOL also keine Hürde, sondern vielmehr eine Chance, zukunftsfähige KI-Lösungen zu entwickeln. „Darüber hinaus können wir die Open-Source-Modelle individuell an unsere Anforderungen anpassen“, ergänzt er.

Das zeigt sich vor allem bei KI-Anwendungen, die bereits auf dem Server laufen und von Mitarbeitern genutzt werden – zum Beispiel für Übersetzungen, das Korrigieren von Texten oder das Erstellen von Bildern. „Wir haben das KI-System mit einer Datenbank verknüpft. Hier liegen tausende Einträge. Die KI kann die Datenbank durchsuchen und spezielle Informationen in wenigen Sekunden bereitstellen“, erklärt Eric.

Hendrik Hensgen fasst zusammen:

„Mit Projekten wie unserem ORAFOL AI HUB beweisen wir, dass die IT-Vision 2030 mehr ist als ein Konzept: Wir setzen sie gemeinsam im Team der IT in die Praxis um und schaffen so die digitale Zukunft von ORAFOL."

AI ENGINEER ERIC PEETSCH AUF DEM ORAFOL-GELÄNDE.

Wenn Talente Technologien gestalten

Erics Projekt zeigt beispielhaft, wie junge Talente bei ORAFOL Verantwortung übernehmen und etwas schaffen können, das einen echten Mehrwert für das Unternehmen und seine Mitarbeitenden hat. Das ist aber kein Zufall, sondern fester Bestandteil der Team- und Ausbildungskultur – besonders in der IT. Eric arbeitet mittlerweile fest als AI Engineer im IT-Team von ORAFOL.

Hendrik Hensgen, Head of Global IT Operations, bringt es auf den Punkt: „Eric brennt für das Thema KI – und genau das fördern wir als Team. Wir geben ihm die Freiheit, seine Ideen umzusetzen, und räumen gleichzeitig größere Steine aus dem Weg.“ Diesen Rückhalt spürt auch Eric: „Ich habe viel Eigenverantwortung, weiß aber immer: Wenn ich nicht weiterkomme, finde ich sofort Unterstützung im Team.“

Und wie geht es mit dem KI-System weiter? „Wir stehen noch relativ am Anfang. Aktuell haben wir nur einen Server. Daher planen wir, die Serverstruktur auszubauen.“ Parallel dazu entwickelt unsere IT-Abteilung gemeinsam mit Eric den ORAFOL AI Hub – eine zentrale Plattform, auf der alle Mitarbeitenden übersichtlich auf verschiedene Anwendungen zugreifen können – von Dokumentensuche und Chatbot bis hin zu Text- und Bild-KI. Außerdem lebt das Projekt vom Feedback der Mitarbeitenden, die sich weitere Funktionen und Verbesserungen wünschen.

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