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Qualität von A bis Z

Stéphanie Robert leitet die Qualitätssicherung in der Division Graphic Solutions von ORAFOL. Mit klaren Prozessen, technischer Expertise und enger Zusammenarbeit arbeiten sie und ihre Kollegen daran, dass die hohen Qualitätsstandards des Unternehmens eingehalten werden.

STÉPHANIE ROBERT BEI DER QUALITÄTSPRÜFUNG AM ORAFOL STAMMSITZ.

Es ist kurz nach acht Uhr, als Stéphanie Robert mit einem Kollegen die Qualitätsprüfung in Halle 7 am Hauptsitz in Oranienburg beginnt. Vor den beiden reihen sich Folien-Rollen mit Markierungen: Produkte, die geprüft werden müssen, bevor sie im Werk weiterverarbeitet werden. „So vermeiden wir, dass Kunden mangelhafte Ware erhalten“, sagt Robert, während sie eine Folie prüft. Für die erfahrene Qualitätsmanagerin sind diese Runden ein Frühwarnsystem: Hier zeigt sich, wo Prozesse oder Maschinen eventuell aus dem Takt geraten sind, wo gehandelt werden muss. Die Rundgänge sind nur ein kleiner Teil ihres Arbeitstages, aber sie verdeutlichen, wie Robert Qualität versteht: als laufenden Prozess, nicht als Endkontrolle.

Aus der Forschung in die Qualität

Zur Qualitätssicherung kam Robert über einen Umweg. Sie studierte Biologie und arbeitete zunächst mehr als 20 Jahre in Forschung und Entwicklung eines Lebensmittelherstellers, bevor sie parallel auch die Leitung der Qualitätssicherung übernahm. Als sie sich später zwischen beiden Bereichen entscheiden sollte, wählte sie die Qualitätssicherung: „Wer präventiv arbeitet, kann Fehler vermeiden – das ist sehr motivierend für mich.“ Vor drei Jahren wechselte Robert dann zu ORAFOL und leitet dort die Qualitätssicherung im Bereich Graphic Solutions.

PRODUKTION VON SPEZIALFOLIEN: QUALITÄT ENTSTEHT SCHRITT FÜR SCHRITT.

Qualität sichern – von den Vorgaben bis zum Audit

Roberts Aufgaben sind breitgefächert: Sie entwickelt und implementiert Qualitätsstandards, erstellt Prüfpläne, wertet Ergebnisse aus und definiert Korrekturmaßnahmen. Zudem organisiert sie Schulungen für Mitarbeitende, koordiniert in ihrem Bereich Lieferantenaudits und plant Besuche. Zum Beispiel bei „kritischen“ Zulieferern. Also bei neuen Partnern oder bei Lieferanten, bei denen die Reklamationsquote überdurchschnittlich hoch ist. In solchen Fällen macht sich Robert mit dem Einkauf vor Ort ein Bild, um gemeinsam mit dem Zulieferer die Prozesse zu prüfen. Das geschieht anhand eines zuvor abgestimmten Auditplans, der sich an den bisherigen Erfahrungen und konkreten Auffälligkeiten orientiert. Die Audits dauern meist einen ganzen Tag und haben das Ziel, Schwachstellen nicht nur zu identifizieren, sondern auch konstruktive Korrekturmaßnahmen zu entwickeln. Robert erläutert: „Wir sehen unsere Lieferanten als Partner, mit denen wir auf Augenhöhe zusammenarbeiten. Nur wenn wir offen über Probleme sprechen und unser Know-how teilen, können wir gemeinsam Verbesserungen erreichen und langfristig stabile Qualität sicherstellen.“

QUALITÄTSSICHERUNG IST BEI ORAFOL TEAMARBEIT: ROBERT UND EIN KOLLEGE PRÜFEN EINE FARBFOLIE. 

Teamarbeit als Erfolgsfaktor

„Auch intern kann eine Qualitätsabteilung allein nichts bewegen“, betont Robert. Wöchentliche Dienstagsmeetings bringen alle relevanten Abteilungen zusammen. Vorab analysiert Robert mit ihrem Team Auffälligkeiten – von Produktionsdaten über Seriennummern bis zu Klebwerten – und bereitet Lösungsansätze vor. „So kommen wir mit einer klaren Grundlage in die Meetings und alle können auf Augenhöhe diskutieren.“ Roberts eigener Hintergrund in der Entwicklung hilft dabei, die richtigen Fragen zu stellen und Prioritäten zu setzen.

FAST WIE IN EINEM REINRAUM: PRODUKTIONSAREAL HALLE 10.

Technologien für mehr Präzision

Digitalisierung und moderne Technik verändern die Arbeit. Die Einführung von SAP hat die Analyse in der Qualitätssicherung transparenter gemacht und bildet eine solide Grundlage für die ständige Verbesserung. Die geplante Implementierung eines automatischen Bahninspektionssystem z.B. für Steinschlagschutzfolien, also ein Kamerasystem, das Fehler automatisch erkennt, soll uns zukünftig dabei unterstützen, Abweichungen noch besser zu erkennen. „Man muss das System anlernen wie einen neuen Kollegen“, sagt Robert. „Sie sollen schließlich alle Abweichungen erkennen und so Ausschuss automatisch verringern.“
Das erfolgreiche Bestehen von ISO-9001-Audits sieht sie als Bestätigung: „Jemand von außen prüft uns und bestätigt, dass wir auf hohem Niveau arbeiten.“

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