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Umrüstung auf LNG: ORAFOL erweitert das laufende Investitionsprogramm für langfristige Produktionssicherung

Die internationale ORAFOL Gruppe, ein führender Hersteller von grafischen Spezialfolien, retroreflektierenden Materialien und Klebebandsystemen sowie von polymeren Hochleistungsfilmen, erweitert das laufende Investitionsprogramm und rüstet das Hautproduktionswerk in Oranienburg auf den Einsatz von Flüssiggas um.

Unterbrechungsfreie Energieversorgung als Grundvoraussetzung
Am Stammsitz in Oranienburg produziert das Unternehmen mit 1.100 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen selbstklebende Hochleistungsfolien für die Industrie und den Handel. Die Produkte des Unternehmens werden unter anderem auf Verkehrszeichen und bei Verkehrssicherungssystemen, im Bereich des Personen- und Arbeitsschutzes sowie von der graphischen Industrie weltweit eingesetzt. Klebebandsysteme, die von ORAFOL in Oranienburg ebenfalls entwickelt und hergestellt werden, ersetzen konventionelle Befestigungsmethoden. Die wettbewerbsfähige Produktion dieser und weiterer ORAFOL Produkte, die hauptsächlich für langfristige Anwendungen entwickelt wurden, setzten zwingend eine durchgängige, unterbrechungsfreie Versorgung des Produktionswerkes mit Energie voraus. Aktuell ist das Erdgas.

Erweiterung des laufenden Investitionsprogramms
Bis 2024 investiert ORAFOL 160 Mio. Euro in die Erweiterung der Produktion am Stammsitz in Oranienburg, Brandenburg. Die geplanten Investitionen umfassen den Neubau von zwei Produktionshallen, die Ausstattung der Hallen mit Anlagentechniken und die Anbindung an das digitale Produktionsplanungssystem. Das Programm wird nun um ein zentrales Vorhaben zur Produktionssicherung ergänzt:

Zusätzlich zu dem aktuellen Hauptenergieträger Erdgas wird die Möglichkeit geschaffen, bei Bedarf auf Flüssiggas (LNG) umzustellen, um die Kontinuität der Produktion zu sichern.

Tiefgreifende Analyse zur Produktionssicherung bei Gasknappheit
ORAFOL reagiert damit auf die aktuelle Lage der Gasversorgung in Deutschland. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) hat am 23.06.2022 die Alarmstufe des Notfallplans in Deutschland ausgerufen. Die Alarmstufe folgte auf die am 30.03.2022 ausgerufene Frühwarnstufe. Die Versorgungssicherheit in Deutschland ist nach Angaben der Bundesnetzagentur derzeit weiter gewährleistet. Die Lage ist aber angespannt und eine weitere Verschlechterung der Situation kann nicht ausgeschlossen werden.

Die Arbeitsgruppe „Energie“ der ORAFOL hat nach einer tiefgreifenden Analyse zur Sicherung der Produktion und Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens die notwendigen Schritte eingeleitet, um alle mit Erdgas betriebenen Prozessanlagen für eine Versorgung mit Flüssiggas zu erweitern. Nach dem Abschluss der Erweiterungsprojekte wird ORAFOL unabhängig von eventuellen zukünftigen Beeinträchtigungen in der Versorgung mit Erdgas produzieren können.

Dr. Holger Loclair, Chairman & CEO ORAFOL Group: "Die kontinuierliche Leistungsentwicklung der ORAFOL war von Beginn an getragen von wohlüberlegtem und nachhaltigem Wirtschaften. Die Erweiterung unseres laufenden Investitionsprogramms ist allein durch diese Disziplin möglich. Die technische Erweiterung unserer Produktion auf die Versorgung mit Flüssiggas macht uns unabhängig gegenüber möglichen Energiezuteilungen.“

Umstellung auf LNG in zwei Phasen
Die geplante Umstellung wird in zwei Phasen erfolgen. In der ersten Phase wird eine vorübergehende Versorgung des Unternehmens mit Flüssiggascontainern erfolgen. Die zweite Phase ist gekennzeichnet durch die Errichtung eines eigenen Flüssiggastanklagers mit einer Kapazität von 180 Tonnen. Die Möglichkeit der Erweiterung wird gegeben sein. Die Baumaßnahmen werden in diesem Quartal mit der Errichtung der notwendigen Fundamentplatte beginnen. Die Investition für das Gesamtvorhaben beläuft sich auf insgesamt 3 Millionen Euro. Der Abschluss dieser Investitionen ist für das zweite Quartal 2023 geplant.

Energieeffizienzprogramm zur Ermittlung von Energieeinsparpotentialen umgesetzt
Durch die ganzheitliche Betrachtung der ORAFOL Arbeitsgruppe „Energie“ wurden weiterhin Energieeinsparpotentiale in der Produktion umgesetzt, die unmittelbar den Verbrauch von Erdgas in der Produktion senken und so die Energieeffizienz der ORAFOL Produktion weiter erhöhen. Das Investitionsvolumen hierfür beträgt zusätzlich ca. 1 Million Euro. Die daraus abgeleiteten Energiesparmaßnahmen in allen Bereichen des Unternehmens haben höchste Priorität und stehen unter konsequenter Kontrolle.



Hintergrund ORAFOL Gruppe
Die ORAFOL Gruppe ist ein internationales Familienunternehmen im Bereich der Kunststoffverarbeitung und -veredlung. Als stark forschungsorientierter Hersteller von grafischen Spezialfolien, retroreflektierenden Materialien und Klebebandsystemen sowie von polymeren Hochleistungsfilmen erwirtschaftete ORAFOL im Geschäftsjahr 2021 einen Umsatz von 768 Millionen Euro. Mit 17 Tochtergesellschaften ist die inhabergeführte Gruppe in Europa, in Nord- und Südamerika, in Australien sowie in Asien vertreten. Produktionsstandorte befinden sich in Deutschland, Irland, den USA, Mexiko, China und Australien. ORAFOL beschäftigt weltweit mehr als 2.500 Mitarbeiter, davon mehr als 1.100 am Stammsitz in Oranienburg bei Berlin.

Ansprechpartnerin

Elke Beune

Elke Beune

Head of Corporate Communications & Brand

Telefon: +49 3301 864-0

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